Werder im neuen Jahr gleich wieder auf Rekordjagd
Schlusslicht Bad Königshofen kommt mit Bremens Ex-Star Bastian Steger
10.01.26
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Als „Herbstmeister“ hofft der SV Werder in der Tischtennis-Bundesliga auf einen standesgemäßen Auftakt für die Rückrunde. Im formal ungleichen Duell am Dienstag (19.00 Uhr/Livestream bei Dyn) mit Tabellenschlusslicht TSV Bad Königshofen will der Spitzenreiter den Vorsprung auf seine prominenten Jäger 1. FC Saarbrücken-TT und Borussia Düsseldorf behaupten und damit seine neu definierten Ambitionen auf einen Play-off-Platz untermauern.
Außer der Tabellenkonstellation sprechen auch zuletzt wieder drei Siege nacheinander sowie der 3:0-Hinrundenerfolg bei den Unterfranken für Bremen. Doch Werder-Trainer Cristian Tamas will sich bei der Rückkehr in den Liga-Alltag nach den weihnachtlichen Genusswochen auf dem Platz an der Sonne von den positiven Vorzeichen nicht blenden lassen. „Das Spiel ist komplett offen, in der Hinrunde gingen zwei Matches erst nach fünf Sätzen an uns. Wenn wir die Punkte behalten wollen, brauchen wir wirklich eine Topleistung“, schwört der 45-Jährige sein Team auf die schwierige Aufgabe ein.
Tatsächlich gehören die Grabfelder mit Bremens früherem Publikumsliebling Bastian Steger und Jungnationalspieler Andre Bertelsmeier nicht gerade zu den Lieblingsgegnern der Grün-Weißen: Vor dem Auswärtserfolg im ersten Abschnitt der laufenden Saison ging Werder gegen Bad Königshofen gleich dreimal nacheinander geschlagen aus der Box, und von den jüngsten sechs Duellen entschieden Mattias Falck und Co. auch nur lediglich zwei Begegnungen für sich. Zuletzt beide Spiele gegen die Bayern in einer Saison gewinnen konnte Bremen vor fünf Jahren. In seinen acht bisherigen Gastspielen an der Weser konnte Bad Königshofen außerdem immerhin schon dreimal die Punkte nach Süddeutschland mitnehmen.
Dennoch sorgt Stegers abermalige Rückkehr in die Klaus-Dieter-Fischer-Halle für Vorfreude in Bremen: „‚Basti‘ ist ein feiner Mensch und bei unseren Fans immer noch sehr beliebt. Es wird schön sein, ihn wiederzusehen“, blickt Werders Teammanager Sascha Greber auf den Spieltag voraus.
Bei aller Freundschaft sollen jedoch keine Geschenke verteilt werden. „Wir wollen natürlich mit dem Rückenwind der Hinrunde auch erfolgreich in die Rückrunde starten und unsere Erfolgsserie fortsetzen“, verdeutlicht Greber die Entschlossenheit im Lager der Hausherren.
Dabei ändert die angenehme Ausgangslage als Tabellenführer mit sechs Punkten Vorsprung auf den ersten Nicht-Play-off-Platz für Tamas nichts am nüchternen Blick auf die Begegnung: „Auch als Herbstmeister machen wir nun keinen großen Rückrundenplan, sondern bleiben bei unserer bewährten Herangehensweise, von Spiel zu Spiel zu schauen - Bad Königshofen ist schon schwer genug.“
Dabei hätte die Aufgabe für Werder nach seiner besten Bundesliga-Hinrunde gegen den Tabellenletzten durchaus noch schwerer sein können. Denn der strauchelnde Play-off-Halbfinalist der vergangenen beiden Spieljahre schlug angesichts seiner akuten Abstiegsgefahr in der Wintertransferperiode kräftig zu und nahm mit einem Paukenschlag den chinesischen Nationalspieler Xu Fei unter Vertrag. Allerdings ließ Bad Königshofen nun bereits verlauten, dass der WM-Teilnehmer nun zunächst beim anstehenden WTT Star Contender in Doha aufschlagen und deswegen erst in einem der nachfolgenden Spiele sein Bundesliga-Debüt geben wird.
Xues Abwesenheit bei den Gästen erhöht jedoch die Chancen auf gleich zwei Vereinsrekorde in Bremens 20-jähriger Bundesliga-Historie. Durch einen Erfolg gegen Bad Königshofen würde Werder einerseits zum ersten Mal auch noch nach den ersten sechs Heimspielen einer Saison vor eigenen Fans ungeschlagen sein und andererseits mit saisonübergreifend neun Siegen in eigener Halle nacheinander seinen fast zwölf Jahre alten Rekord für die längste Erfolgsserie vor heimischer Kulisse verbessern. (Foto: Walden)
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