Stadion-Historie
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1900: Sport in der Pauliner Marsch
Bereits um die Jahrhundertwende wurde dort, wo heute das Weserstadion steht, Sport getrieben. Abgesehen von kleinen Holzbuden, in denen Sportgeräte aufbewahrt werden konnten, zunächst jedoch ohne Tribünen oder andere bauliche Anlagen.
Unter dem Namen Spielplatz am Peterswerder wurde das Gelände vom „Verein zur Beförderung des Spiels im Freien“ genutzt und sowohl Sportvereinen als auch Schulen zur Verfügung gestellt.
1909: Die erste Tribüne
Eine erste Tribüne entstand 1909 – ungefähr dort, wo sich heute die Südtribüne des Weserstadions befindet. Am 10. Oktober wurde die Holzkonstruktion mit einem Fußballspiel vor 1.000 Zuschauer*innen eingeweiht. Von da an hieß der Platz Tribünenplatz Peterswerder.
1925 & 1926: Der Stadionbau
In zwei Abschnitten entstand zwischen 1925 und 1926 schließlich ein Stadion: Nachdem 1925 zunächst das Stadion-Bad eröffnet wurde, folgt am 17. Oktober 1926 die Einweihung der ABTS-Kampfbahn, so der erste Name des Stadions.
Anstelle der alten Holztribüne entwarf Architekt Walther Fricke eine moderne Betonkonstruktion, die 12.000 Zuschauer*innen Platz bot und neben Umkleideräumen und einer Sporthalle auch eine Gasstätte beinhaltete.
Gebaut wurde das Stadion vom Allgemeinen Bremer Turn- und Sportverein (ABTS), der die Mannschaft von Werder Bremen zum Eröffnungsspiel eingeladen hatte und sich dieser mit 5:6 geschlagen geben musste.
1929: Umbenennung in Weser-Stadion
Nachdem sich der ABTS mit dem Bau und dem Betrieb der Anlage wirtschaftlich übernommen hatte, übernahm der Verein „Weser-Stadion e.V.“ das Stadion, was seine Umbenennung in Weser-Stadion mit sich brachte.
1930-1934: Werder im Stadion
Im Frühjahr 1930 bekam der SV Werder neben anderen Bremer Vereinen erstmalig die Möglichkeit, das Stadion an festgelegten Tagen für sich zu nutzen. Zu dieser Zeit wurde zwar weiterhin noch in Huckelriede gespielt und trainiert. Der Spielbetrieb verlagerte sich aber in den folgenden Jahren mehr und mehr ins Weser-Stadion.
1934 wurde der Platz auf der anderen Weserseite schließlich ganz aufgegeben und das Weser-Stadion zur alleinigen Heimat des Vereins.
1935
Im Dezember 1934 übernahm die Stadt Bremen die Sportanlage und benannte sie in Bremer Kampfbahn um. Sport spielte nun nur noch eine untergeordnete Rolle, vielmehr wurde die Anlage vor allem von der NSDAP und seinen Gliederungen genutzt.
1941
Im zweiten Weltkrieg wurde die Bremer Kampfbahn Standort von drei Flaktürmen. Sport fand hier nur noch sporadisch statt.
1945
Nach der Beendigung des zweiten Weltkrieges wurde das Stadion, jetzt IKE-Stadium genannt, Schauplatz des Sportbetriebes amerikanischer Mannschaftssportarten wie Baseball und American-Football.
1947
Das Stadion wird als Weser-Stadion mit einem Fußballspiel um die Norddeutsche Meisterschaft, SV Werder Bremen - VfL Osnabrück, wiedereröffnet.
1955
In den fünfziger Jahren tragen im Weser-Stadion der SV Werder Bremen und der Bremer SV ihre Heimspiele aus. Daneben finden Radrennen, Reitturniere und Leichtathletikveranstaltungen im Stadion statt.
1963
Mit Einführung der Fußball-Bundesliga wird die Gegengerade überdacht.
1965
Als Belohnung für die erste Deutsche Fußballmeisterschaft durch den SV Werder Bremen werden die Kurventribünen mit einem Oberrang fertig gestellt.
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1973
Die Südtribüne wird modernisiert und erhält ein neues Dach.
1978
Fertigstellung der neuen Nordtribüne als Zweirangtribüne nach Kölner Modell mit nunmehr ca. 9.500 Sitzplätzen.
1980
Rekrutenvereidigung im Weser-Stadion mit gewaltätigen Auseinandersetzungen im Umfeld des Stadions.
1988
Neubau der Westtribüne mit Umkleideräumen, Werder-Geschäftsstelle und Therapiezentrum.
1992
Fertigstellung der neuen Südtribüne mit Leichtathletikhalle, Kraftraum, Büros und zwei Restaurants. Erstes Stadion in Deutschland mit 37 Logen für 364 Besucher.
1995
Umrüstung der Stehplätze in der Westtribüne in Sitzplätze. Deutsche Meisterschaft der Leichtathleten
1997
Umrüstung der Stehplätze der Nordtribüne in Sitzplätze, Neubau einer Behindertenebene mit 120 Plätzen. lnstallation von zwei je 50 Quadratmetern großen Farb-Videowänden in der West- und Osttribüne. Fertigstellung der neuen Osttribüne mit einem 5-geschossigen Mantelbau mit neuen Umkleidekabinen, Räumen für Fan-Projekt und Fan-Shop, neuer Werder-Geschäftsstelle und Werder-Jugendinternat. Erstes Stadion in Deutschland mit einer Großraumloge mit 700 Plätzen mit angeschlossenem Restaurant.
1998
Einbau einer Rasenheizung und Erneuerung des Rasenplatzes.
2002
Kapazitäzserweiterung des Stadions um ca. 8.ooo Plätze auf nunmehr ca. 43.500 Plätze durch Absenkung des Stadioninnenraums um 2,10 m und Einbau neuer Tribünen.
2004
Fertigstellung Mantelbau Nordtribüne mit Tiefgarage, vier Bürotürmen, erheblich verbesserter Infrastruktur für die Stadionbesucher, Werder-Museum, Platinrang mit 384 Plätzen sowie 33 Logen mit 356 Außenplätzen.
2008 - 2011
Umbau zur reinen Fußball-Arena. Neubau des Stadiondaches mit integrierter Photovoltaik-Anlage sowie Bau einer neuen Fassade ebenfalls mit integrierten Photovoltaikmodulen im Osten, Süden und Teilen des Westens. Begradigung der Ost- und Westkurve.
Erweiterung der Kapazitäten im Bereich Platin- und Goldsitze. Bau weiterer Logen in West- und Ostkurve. Erweiterung des Angebotes an Kiosken und WC-Anlagen. Neubau des Medien- und Sicherheitsbereiches.
Einführung des bargeldlosen Zahlsystems sowie einer elektronischen Zugangskontrolle.
Neubau des Profibereiches mit Kabinen, Fitness, Physiotherapie, medizinischer Versorgung, Zeugwart usw. Erweiterung und Neugestaltung des Trainerbereiches. Kapazität national / international.
2019 bis 2024
Zum 01.07.2019 erfolgt die Umbennenung in wohninvest WESERSTADION.
Quelle: BWS
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