"Konnten erkennen, woran wir noch arbeiten müssen"

VIERTER PLATZ BEIM HEINRICH-HORN-TURNIER

10.08.26

Foto: Soller Fotografie

Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen, die am Ende Platz vier bedeuteten, kehrten die Handballerinnen des SV Werder Bremen vom Heinrich-Horn-Turnier der SG 09 Kirchhof zurück.

Licht und Schatten wechselten sich dabei ab bei den Grün-Weißen, die in der ersten Partie gut ins Turnier starteten und dem späteren Turniersieger HC Rödertal lange Zeit ein Duell auf Augenhöhe boten. Nach dem 18:16-Zwischenstand (26. Minute) entglitt der Mannschaft von Cheftrainerin Renee Verschuren das Spiel jedoch. Der Gegner sorgte mit vier Treffern in Folge für die Vorentscheidung. Weil sich die Werderanerinnen in der Folgezeit zwar immer wieder Chancen erspielten, diese aber nicht nutzen konnten, stand am Ende eine 21:31-Niederlage.

Das zweite Gruppenspiel gegen Drittligist TSG 1846 Mainz-Bretzenheim wurde derweil zu einer klaren Angelegenheit für die Grün-Weißen, die schnell mit 4:1 (5. Minute) vorne lagen und dem Gegner während der gesamten 40 Minuten Spielzeit keine Führung erlaubten. „Wir haben auch in diesem Spiel einige Fehler zu viel gemacht, die allerdings gegen einen Drittligisten nicht so wehtaten wie gegen Rödertal als Zweitliga-Spitzenteam“, analysiert Verschuren, deren Team aus der knappen 13:12-Pausenführung am Ende ein deutliches 25:19 machte.

Auch das Duell gegen Ligakonkurrent Rostocker HC bestimmte der SV Werder über weite Strecken, drehte den schnellen 0:4-Rückstand (3.) in eine 9:5-Führung (14.) und lag im zweiten Durchgang bereits vorentscheidend mit 17:11 (25.) vorn. „Danach haben wir es unnötig spannend gemacht“, bemängelte Trainerin Verschuren. Nach dem 22:19 (36.) kam Rostock zum Ausgleich, ehe Werder-Spielmacherin Emma Ruwe wenige Sekunden vor dem Abpfiff zum 23:22-Endstand traf.

Die schwächste Leistung boten die Grün-Weißen zum Abschluss im Spiel um Platz drei gegen Ligakonkurrent Bergischer HC, das mit 16:28 (6:14) verloren ging. „Leider ein Totalausfall. Wir haben weder im Angriff noch in der Abwehr Lösungen gefunden“, so Verschuren, deren Fazit des Turnierwochenendes dennoch positiv ausfiel: „Wir sind nach Melsungen gefahren, um einiges auszuprobieren. Neue Dinge, die wir im Training einstudiert hatten, haben zum Teil schon gut geklappt. Klar ist, dass wir es uns in der Liga nicht erlauben können, so viele gute Chancen nicht zu verwerten wie an diesem Wochenende. Wir konnten erkennen, woran wir in den nächsten Wochen noch arbeiten müssen. Dadurch sind wir mit einem positiven Gefühl zurückgefahren.“

Für den SV Werder spielten in Melsungen: Yasmin Friesen, Imke Winters – Emma Ruwe (13/3), Farina Meyer (12), Luise Albert (9), Mara Birk (9/3), Malin Pods (7), Leni Ruwe (7), Tessa Budelmann (6), Lara Niemann (6), Louisa Schommartz (6), Luca Schumacher (5), Heidi Jane Warren (3), Anna Lena Bergmann (2)

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