Mit Leichtigkeit zur Torpremiere
SALIM MUSAH ERLEBT DIE KRÖNUNG BESONDERER WOCHEN ABER KEIN HAPPY-END
05.04.26 von Moritz Studer | 3 Min
)
Keine Zeit zum Jubeln, keine Zeit zum Realisieren. Salim Musah erlebt sein erstes Bundesliga-Tor wie im Rausch. Und am Ende ist er doch enttäuscht: Denn sein spätes Anschlusstor reicht nicht mehr, um die 1:2-Niederlage gegen RB Leipzig noch abzuwenden. Nach dem Abpfiff huscht dem 20-Jährigen dann doch ein Lächeln ins Gesicht, als er Torhüter Mio Backhaus in die Arme fällt. Seine Torpremiere reichte zwar nicht für Zählbares, macht aber Lust auf mehr von einem unbekümmerten Youngster für den Saisonschlussspurt.
Immerhin gelang es dem Sturmhünen in der Schlussphase, die Hintermannschaft eines Champions-League-Anwärters vor Probleme zu stellen. Als Cheftrainer Daniel Thioune in der Schlussphase mit Jovan Milošević und Musah als Doppelspitze All-In ging, kreierte der Joker mehrere Hochkaräter. „Wir haben alle gesehen, was er für eine Dynamik hat“, lobt Teamkollege Backhaus. „Es freut mich extrem für ihn – er soll den Aufschwung einfach nutzen und in den ganz großen Schritten weitergehen, solange es geht.“
Erst drehte sich der Angreifer klasse auf, doch sein Linksschuss landete in den Händen von Keeper Maarten Vandevoordt (82.), dann verfehlte er in aussichtsreicher Position ein deutlicheres Stück (90.+3), um dann doch mit der nötigen Ruhe sein erstes Bundesliga-Tor zu erzielen (90.+4). „Salim ist ein super Typ, der einfach lernen und sich weiterentwickeln will – den müssen wir nicht einfangen“, betont Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz. „Er hat die gewisse Leichtigkeit und Unbekümmertheit, die du brauchst. Er hat sich das erarbeitet, weil er sehr gute Leistungen gebracht hat.“
Nach Karim Coulibaly und Patrice Čović ist Musah bereits der dritte Leistungszentrum-Tordebütant in der laufenden Spielzeit. In den vergangenen Wochen ging für den wuchtigen Stürmer alles sehr schnell, nachdem er erst Mitte März im Fußball-Oberhaus debütierte, zuletzt erstmals für die deutsche Junioren-Nationalmannschaft auflief und nun für Werder in der Bundesliga traf. „Aus der Not heraus geboren hat er gezeigt, dass er da ist und was er kann“, sagt Coach Thioune. „Es macht Spaß mit dem Jungen zu arbeiten – sicherlich hätte er aber sein Debüt-Tor gegen drei Punkte eingetauscht.“ Mit dem Trikot von Leipzigs Shootingstar Yan Diomande hat er sich trotzdem ein eigenes Andenken an einen besonderen Fußballnachmittag gesichert.
)
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
)
:quality(80))
)
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
)