Großer Kampfgeist bei der U16w in Chemnitz

Deutsche Vereinsmeisterschaft

07.01.26 von Vera Jürgens

Vom 26. bis 30. Dezember 2025 fand in Chemnitz, der Kulturhauptstadt Europas 2025, die Deutsche Vereinsmeisterschaft der Mädchen in der Altersklasse U16 statt.
Mit der Startnummer 17 von 20 Teams kamen wir am zweiten Weihnachtstag mit realistischen, dennoch motivierten Erwartungen in Chemnitz an. Auch wenn eine gute Endplatzierung kaum zu erwarten war, bot das Turnier die seltene Gelegenheit, wichtige Erfahrungen auf nationaler Ebene zu sammeln.
Gespielt wurde in der Jugendherberge „eins“, einem 1908 errichteten Gebäude, das 2012 nach umfassender Sanierung neu eröffnet wurde. Die gelungene Verbindung aus historischer Bausubstanz und modernen Elementen verleiht insbesondere dem Spielsaal im Keller eine besondere Atmosphäre.


In der ersten Runde trafen wir auf den Meuselwitzer SV. Obwohl wir an allen vier Brettern nominell unterlegen waren, erkämpften sich Liz Eitel und Marieke Schmidt jeweils ein Unentschieden.

In der 2. Runde erzielten wir einen überzeugenden Mannschaftssieg 3,5:0,5 gegen SK Sandhausen, die 3 Runde dagegen verlief ernüchternd: Wir kassierten eine Niederlage gegen SC Garching (0:4). Solina Zhu fühlte sich während der Partie unwohl und gab in einer ausgeglichenen Brettstellung auf. Liz Eitel, Marieke Schmidt und Amelie Zhu unterlagen ihre Gegnerinnen.

Ab der vierten Runde musste Solina krankheitsbedingt im Bett bleiben, sodass unsere Mannschaft nur noch mit drei Spielerinnen antreten konnte. Liz Eitel erreichte mit souveränem Spiel ein besseres Endspiel, doch nach über vier Stunden machte sich die Müdigkeit bemerkbar: Sie verlor den Faden und schließlich die Partie. Marieke, ebenfalls gesundheitlich angeschlagen, geriet nach der Eröffnung in eine schlechtere Stellung, kämpfte sich jedoch in ein ausgeglichenes Endspiel zurück und übersah dort leider den entscheidenden taktischen Schlag ihrer Gegnerin.


Die 5. Runde waren wir gegen SF Birkenfeld an allen drei Brettern unterlegen, dennoch schafften unsere Mädchen drei Mal ein Unentschieden. Dabei überspielte Marieke ihre Gegnerin, übersah dabei einen 2-Zügigen Gewinn und lief in eine Remis-Variante. In der sechsten Runde mussten wir trotz eines schönen Sieges von Amelie und eines erkämpften Unentschiedens von Liz eine knappe Niederlage hinnehmen.
In der siebten und letzten Runde traten wir krankheitsbedingt nur noch mit zwei Spielerinnen an, da auch Amelie – wie zuvor ihre Schwester – ausfiel. Nach einem kampflosen Sieg von Liz und einem erkämpften Sieg von Marieke sicherten wir uns dennoch einen weiteren Mannschaftspunkt.

Fazit:
Trotz der schwierigen Ausgangslage und der krankheitsbedingten Ausfälle im Turnierverlauf zeigte unsere Mannschaft großen Kampfgeist und starken Zusammenhalt. Die Spielerinnen nutzten jede Partie, um wertvolle Erfahrungen auf nationaler Ebene zu sammeln, und bewiesen auch unter erschwerten Bedingungen Moral und Einsatzbereitschaft. Die Teilnahme an der Deutschen Vereinsmeisterschaft war damit nicht nur sportlich lehrreich, sondern auch eine wichtige Erfahrung für die weitere schachliche und persönliche Entwicklung des Teams.

Herzlichen Glückwunsch an die siegreichen Mannschaften:
1. SV Königsjäger Süd-West, Berlin
2. SG Königskinder Hohentübingen, Württemberg
3. SF Roding, Bayern

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