Von Frühstartern und einem vorangehenden Kapitän

ZAHLEN, DATEN, FAKTER ZUR U23-SAISON

05.01.26 von Noah Brodersen | 4 Min

Die U23 beim Torjubel.

Das Jahr 2025 hat einen Abschluss gefunden und somit steht die U23 des SV Werder zum Kalenderwechsel mit 26 Punkten auf dem elften Tabellenplatz der Regionalliga Nord. Die Winterpause gibt den Grün-Weißen Zeit, um Kräfte für die Rückrunde zu mobilisieren. Anlass genug, einen Blick auf die Statistiken und den Verlauf der bisherigen Spielzeit zu werfen.

Die Dauerbrenner: Mit 1.785 Minuten verbrachte Cimo Röcker die meiste Zeit aller Werderaner auf dem Feld. Dicht dahinter folgt Ole Schulz (1.777), der als einziger Grün-Weißer in jedem der bisherigen 21 Pflichtspiele mitwirkte. Innenverteidiger Mats Heitmann (1.766) zeigte sich von seiner schweren Knieverletzung gut erholt und vervollständigt das Podest in dieser Kategorie. Insgesamt setzte Christian Brand 26 verschiedene Akteure ein. Mit Mick Schmetgens, Wesley Adeh, Kevin Manthey, Stefan Smarkalev und Paul Erevbenagie sind derer fünf noch für die U19 spielberechtigt.

Die Torjäger: In der Regionalliga Nord trugen sich in der laufenden Saison zwölf SVW-Spieler in die Torschützenliste ein. Auch in dieser Statistik geht Kapitän Röcker voran. Der vom Verteidiger zum Mittelfeldallrounder umfunktionierte Leader steuerte schon elf Treffer bei. Dahinter folgen im internen Ranking Princewill Mbock (8) und Salim Musah (5). Musah, der in der Spielzeit mit einigen Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, besticht dabei mit einer starken Quote. Alle 83 Minuten, die der Angreifer auf dem Feld stand, traf der 19-Jährige ins gegnerische Tor. Mbock hingegen belegt mit drei Jokertoren ligaweit den geteilten zweiten Platz.

Cimo Röcker freut sich über ein geschossenes Tor.
Cimo Röcker überzeugte in der Hinserie als Anführer und Torjäger (Foto: W.DE).

Frühstarter: Die stärkste Phase der U23 war bislang die Anfangsviertelstunde. Achtmal ging der SVW mit einer Führung aus dieser Phase heraus, keinem Team gelang das öfter. Leider machten sich die Werderaner ihren Verdienst oft schon vor der Pause wieder zunichte. Mit einem Torverhältnis von 6:21 von der Viertelstundenmarke bis zur Halbzeit stellt der SVW in dieser Spielperiode sowohl die schwächste Offensive als auch Defensive. Dennoch ließen sich der SVW auch nicht von Rückschlägen verunsichern und holte noch starke elf Zähler nach Rückstand.

Torflut auf beiden Seiten: Bei den Spielen der U23 wurde den Fans regelmäßig Spektakel geboten. Durchschnittlich 4,38 Treffer fielen bei Begegnungen mit U23-Beteiligung – Höchstwert der Liga. Mit 42 selbst erzielten Toren steht der SV Werder im Ligavergleich im oberen Drittel. In nur zwei Partien blieb die Brand-Elf ohne eigenes Erfolgserlebnis. Bei den 50 Gegentoren sehen die Grün-Weißen noch Verbesserungspotenzial. Dennoch konnte Keeper Stefan Smarkalev bei zehn Einsätzen bereits dreimal seinen Kasten sauber halten.

Trainerwechsel: Nach dieser Hinserie endet auch Christian Brands Zeit an der Weser. In seiner Abschlusssaison bewies der Cheftrainer noch siebenmal ein goldenes Händchen und wechselte einen Torschützen ein. Brand verlässt den SV Werder auf eigenen Wunsch nach 87 Partien mit einem Punkteschnitt von 2,07 Punkten pro Spiel. Ab Januar übernimmt dann Thomas Wolter an der Seitenlinie der U23. Der Teamtrainingsauftakt ist – vorbehaltlich Änderungen – für Dienstag, den 13. Januar, geplant.

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